Freitag, 2. September 2016

Letztes aus Sucre

Hola und willkommen zurück auf meinem kleinen Blog!!

Es ist inzwischen wieder ein wenig Zeit vergangen und hier in Sucre ist einiges passiert, was ich mit allen, die sich abermals den Moment nehmen wollen, gerne teilen möchte auch wenn sich die Ereignisse, durch den vergangenen Zeitraum wohl möglich zu überschlagen scheinen.

Inzwischen konnten die meisten Freiwilligen und ich festen Fuß fassen und uns sowohl an das Essen, als auch an das Wetter und die Sprache gewöhnen, wobei ich mit letzterem immer noch meine Probleme habe… Deshalb habe ich auch einen intensiv Sprachkurs belegt und kann nun durchaus von mir behaupten, mich von A nach B durchfragen zu können, wozu ich sonst noch immer die Hilfe der anderen Freiwilligen gebraucht habe.

Nachdem wir also viel Zeit mit den verschiedensten Behörden hier in Sucre verbracht haben, um unser Visum zu bekommen, haben wir auch einige Tage frei gehabt an welchen wir uns die „Weiße Stadt“ näher ansehen konnten und auch einige aufregende, wenn nicht sogar abenteuerliche Wanderungen unternahmen.
Mit unserem Mentor vor Ort, der sich hier bestens um uns gekümmert hat und uns bei allen Formalitäten die es zu bearbeiten galt geholfen hat, haben wir einen spektakulären Ausflug zu dem sogenannten „Inkatrail“ oder auch „El Camino de el Inca“ gemacht, welcher nicht nur Schauder erregende Abgründe und unglaubliche Aussichten bot, sondern auch viel geschichtlichen Kontext vermittelt hat, denn auf besagtem Pfad sind Menschen schon vor vielen hundert Jahren gewandelt und haben sich den Weg durch die Berge gebahnt. (für mehr Informationen einfach per Mail fragen, denn der historische Hintergrund übersteigt den Horizont dieses Mediums)
Das hat uns allen wirklich viel Spaß gemacht und war eine unvergessliche Straße, die es sich lohnt ein zweites mal zu beschreiten!!

Darüber hinaus haben wir die Stadt gut kennengelernt, wissen wo man gut und günstige sehr lecker essen gehen kann, an welchen Stellen es sich gut feiern lässt und wo man am besten lernt das Tanzbein zu schwingen.
Ja richtig! Ich bin bekannterweise kein großer Tänzer aber nachdem wir den ein oder anderen Salza Kurs mitgemacht haben wurde mir nachgesagt, dass ein mehr als passabler Tanzpartner wäre. Das hat mir auch viel Spaß gemacht. Es lässt sich so oder so festhalten, dass es an allen Stellen noch sehr viel zu lernen und entdecken gilt, worauf ich mich in den nächsten Monaten auch sehr freue!

Mit vielen der Freiwilligen konnte ich mich inzwischen auch gut anfreunden und sowohl anregende als auch sehr lustige Gespräche führen! Doch damit nicht genug, denn wir haben auch einen super sympathischen Tischler kennengelernt, der sein Handwerk wirklich versteht und uns viel über das Land, die Menschen und allerlei anderes aus seinem Leben erzählen konnte, was meinen Horizont an vielen Stellen erweitern konnte.
Besagter Tischler hat uns auch in seinem 22 jährigen Auto, das für neun Menschen angenehm Platz  
bietet, mit in ein Nachbardorf genommen, wo wir sein neuestes Bauprojekt bestaunen konnten und schmackhaft gemeinsam zu Mittag aßen. Ich glaube ich habe mich selten in einem Auto so sicher gefühlt wie in diesem, denn neben der absolut überzeugenden Stabilität auf schwierigstem Gelände gibt es zur für den Fall, dass der Tank zur Neige geht einen Extra Gastank hinten im Kofferraum, womit kein Reiseziel zu weit ist.
Doch der krönende Abschluss des Tages war mit dem frisch kennengelernten Tischler und sieben weiteren Freiwilligen auf den höchsten Berg der Umgebung des Dorfes zu klettern. Es war ein sehr von Geröll geprägter Anstieg, sodass man sich stets vergewissern musste einen Sicheren Tritt zu haben, wodurch der Berg an vielen Stellen schwierig zu erklimmen war. Doch dies sollte erst beim Abstieg zu einem echten Problem werden, denn wir sind erst am späten Nachmittag auf den Berg geklettert, weshalb man beim Abstieg kaum noch die Hand vor Augen sehen konnte und ich ein zwei mal beinahe gestürzt wäre. Doch das gefährliche Unterfangen hat sich mehr als gelohnt, denn eine solche Aussicht habe ich noch nie in meinem Leben genossen!! Der Berg war ca. 3450-3500 Meter hoch und bot einen sagenhaften Ausblick in alle Himmelsrichtungen. Es war absolut überragend. Was den Moment noch magischer gemacht hat, war das wir natürlich durch das verspätete Eintreffen auf dem Berg, den Sonnenuntergang genießen konnten, was die Landschaft zusätzlich unglaublich in Szene gesetzt hat...

Nachdem holprigem Abstieg sind wir alle erschöpft und gesättigt, wie selten zuvor zurück nach Sucre gefahren und ich für meinen Teil musste den Tag auch erst mal entsprechend verarbeiten und verdauen. Die nächsten Tage war ich krank und musste kürzer treten, aber Ihr könnt euch vorstellen, dass ich es keine Sekunde bereut habe, den Ausflug wahrzunehmen.


Die letzten Tage verliefen im Vergleich sehr unspektakulär, da besagter Sprachkurs begonnen hatte und ich viel Zeit und Energie in diesen gesteckt habe ... Die Tage verflogen gerade zu.

Und heute ist es nun auch soweit … nachdem wir alle so gut angekommen sind und angenehm viel Zeit hier in Sucre verbracht haben, fahre ich heute in meinen Einsatzort nach Alcala, wo ich meinen neuen Mentor und die anderen Einwohner des Dorfes kennenlernen werde...
Ich bin natürlich entsprechend aufgeregt aber freue mich auch riesig auf meinen neuen Wohnsitz den ich für die nächsten elf Monate halten werde. Ich weiß nicht genau wo ich arbeiten werde und was mich sonst alles erwarten wird, aber ich bin optimistisch wie eh und je und hoffe natürlich nur das Beste.

Ich weiß nicht genau, wie es mit dem Internet vor Ort aussehen wird aber ich werde euch so gut wie möglich auf dem neusten Stand halten!!! Ich hoffe Ihr hattet unterhaltsame fünf Minuten und bereut nicht die Investierte Zeit.

Ich grüße alle die sich den Moment genommen haben und wünsche euch nur das Beste für die nächste Zeit!!!

Bis dahin

Wenzel 




Kommentare:

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  2. Das sind ja tolle und beeindruckende Bilder!:)
    Komm gut an und hab eine erste schöne Zeit:)
    Sophie

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